Data Storytelling: Geschichtenerzählen mit Grafiken

Visuell aufbereitete Daten sind deutlich verständlicher als ausführliche Tabellen. Daher werden Dashboards und Datenvisualisierungen meist mit der Intention genutzt datengetriebene Entscheidungen in einem Unternehmen zu ermöglichen. Aus diesem Grund steht das Design von Dashboards im Mittelpunkt, damit die Daten verständlich im Dashboard präsentiert werden. In diesem Artikel erkläre ich dir, wie du dein Dashboards mithilfe von Data Storytelling aufbauen kannst und wie diese Methode dit dabei hilft, Daten visuell aufzubereiten.

Inhalt

  1. Was ist Storytelling?
  2. Warum du Data Storytelling nutzen solltest
  3. So solltest du vorgehen
  4. 3 Beispiele für Data Storytelling
  5. Nachteile von Data Storytelling

Was ist Storytelling?

Storytelling bezeichnet das Erzählen von Geschichten. Mithilfle dieser Methode können verschiedene Informationen und Inhalte vermittelt werden. Der Vorteil gegenüber anderen Methoden liegt im Hervorrufen von Emotionen, denn durch das Geschichtenerzählen wird den Informationen Leben eingehaucht. Daher eignet sich Storytelling beispielweise sehr gut, um Menschen zu überzeugen und Produkte zu verkaufen.

Warum du Data Storytelling nutzen solltest

Die Idee hinter Data Storytelling ist die Verbindung von Geschichten und Daten, damit Analyseergebnisse verständlich an die Berichtsempfänger*innen vermittelt werden können.

Außerdem soll den Empfänger*innen die Bedeutung der Daten verständlich gemacht werden, um sie zum Handeln zu motivieren. Durch das Geschichtenerzählen erhalten die Daten zusätzlich eine emotionale Ebene, die den Daten eine Stimme verleiht und das Treffen von datengetriebenen Entscheidungen erleichtert.

Data Storytelling: Das Zusammenspiel aus Daten, Grafiken und Geschichten

So solltest du vorgehen

Verstehe den Kontext

Bevor ein Datenvisualisierungsprojekt startet, sollten einige grundlegenden Fragestellungen bezüglich des Konzeptes beantwortet werden. Wer sind die Berichtsempänger*innen? Welche Informationen müssen sie bekommen? Am Ende sollten die Anforderungen definiert sein.

Wähle eine geeignete Grafik

Im zweiten Schritt solltest du dir überlegen, welche Grafiken die Daten, die du kommunizieren möchtest, am besten darstellen können. Dabei kannst du dich beispielweise an den folgenden Charakteristika orientieren:

– Beziehung

Je nachdem ob du zwei oder drei Dimensionen darstellen willst, eignen sich Streu- oder Blasendiagramme.

– Verteilung

Hier eignen sich Histogramme oder auch Balkendiagramme. Solltest du zwei Dimensionen darstellen wollen, eignen sich auch hier Streudiagramme.

– Vergleich

Bei einem Vergleich über einen Zeitraum empfiehlt sich in erster Linie ein Säulen-, Linien- oder Flächendiagramm.

Wenn du eine Vielzahl von Kategorien vergleichen möchtest, solltest du je nach Anzahl ein Netzdiagramm, Balkendiagramm oder einer Tabelle wählen.

– Zusammensetzung

Wasserfall- oder Kreisdiagramme eignen sich besonders gut um Vergleiche zwischen statischen Komponenten durchzuführen.

Im Vergleich dazu können dynamische Vergleiche mithilfe von gestapelten Säulendiagrammen oder gestapelten Flächendiagrammen visualisiert werden.

Beseitige Unordnung

Die Erstellung von Präsentationen oder Dashboards beginnt meistens mit einer leeren Folie oder Seite. Jedes Element (Filter oder Grafik), aber auch Leerräume sollte genau durchdacht und gezielt platziert werden. Der Berichtsempfänger sollte dabei zu jeder Zeit im Fokus stehen und nicht durch die falschen, zu viele oder schlecht angeordnete Elemente verwirrt werden.

Konzentriere die Aufmerksamkeit dort, wo du sie haben möchtest

Bei der Erstellung von Dashboards gibt es verschiedene Werkzeuge, durch welche die Aufmerksamkeit der Berichtsempfänger auf bestimmte Erkenntnisse gelenkt werden können. Dazu gehören beispielsweise die Schriftart, Farben, Unterstreichungen oder auch die Darstellungsgröße eines Elements.

Nutze Use Cases

Um nur die Daten darzustellen, die von den Stakeholder*innen benötigt werden, solltest du dich beim Dashboard Design an sogenannten „Use Cases“ orinientieren. Überlege dir daher für jedes Dashboards bzw. für jede Grafik eine Fragestellung, die der/die jeweilige Berichtsempänger*in mithilfe des Dashboards analysieren möchte.

3 Beispiele für Data Stroytelling

1. Erfolge zeigen: Wie sah der Weg bis hin zur Zielerreichung aus?

2. Unterschiede hervorheben: Wirkungsvolles Hervorheben großer Unterschiede, um auf Missstände aufmerksam zu machen.

3. Ziele setzen und darstellen: Vergleich zwischen aktuellen vs. prognostizierten Daten

Nachteile von Data Storytelling

Die Gefahr des Geschichtenerzählens besteht darin, dass Erzähler*innen die Daten aus einem bestimmten Blickwinkeln erzählen. Dadurch kann es zu kognitiven Verzerrungen kommen. Auch, wenn die Gefahr aufgrund der Datengrundlage vergleichsweise gering ist, kann es auch beim Data Storytelling zu Verzerrungen kommen. Meistens sind entweder Zuviel oder Zuwenig Informationen oder ein zu starker oder zu schwacher Fokus auf bestimmte Daten die Ursache dafür.


Literatur, die ich dir sehr empfehlen kann: „Storytelling with Data: A Data Visualization Guide for Business Professionals“ von Cole Nussbaumer Knaflic

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